Ein Tag vor dem Supermarkt…

Dec 9, 2022

Ein Tag vor dem Supermarkt…
8 Jugendliche, unzählige Kartons und 450 kg Lebensmittel

Ein Bericht von Lina Gaucke 

Am Samstag, den 26.11., war in ganz Italien Tag der Lebensmittelsammlung. Bei diesem Projekt geht es darum, Lebensmittelspenden für Bedürftige in Südtirol zu sammeln. Konkret können die Leute während ihrem Einkauf einige haltbare Lebensmittel dazukaufen, die sie dann am Ausgang des Supermarkts spenden können. Auch in diesem Jahr half das Jugendzentrum papperlapapp wieder beim Sammeln der Spenden. Acht Jugendliche, die an dem Projekt ExPEERience teilnehmen, alle im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, haben sich unter der Leitung von Mikail und Lina, beim Supermarkt „CC Amort“ in Bozen getroffen und Lebensmittel eingesammelt. Mikail hat eine abgeschlossene Erzieherausbildung und leistet sein Berufsjahr im „papperla“ ab. Lina macht einen internationalen Jugendfreiwilligendienst über den Internationalen Bund und arbeitet ebenfalls ein Jahr im papperlapapp. Beide kommen aus Deutschland.

Um 8 Uhr in der Früh begannen die Vorbereitungen. Wir haben Bänke aufgestellt und unsere Flyer zurechtgelegt. Als dann die ersten Kunden kamen, ging es richtig los. Schnell hatten wir eine Strategie entwickelt, wie wir die Leute ansprechen möchten und, wie wir sie bestmöglich von unserer Aktion überzeugen können. Beim Schichtwechsel haben sich die Jugendlichen schnell zurechtgefunden und konnten nahtlos übernehmen. Die Jugendlichen entwickelten ein Gefühl für den richtigen Ansprechzeitpunkt und wie die Kontaktaufnahme am besten gelingen kann. Außerdem haben sie sich ihre Arbeitsbereiche gut aufgeteilt, sodass immer jemand da war, der die Leute anspricht, jemand, der die Lebensmittel in die Kartons sortiert und jemand, der die vollen Kartons zumacht und wiegt. Dadurch, dass es viele krankheitsbedingte Ausfälle unter den jungen Freiwilligen gab, konnten Mikail und ich, sowohl in die Rolle als LeiterIn schlüpfen, als auch aktiv mit anpacken.

Zwischendurch kam immer wieder das Militär und hat unsere vollen Lebensmittelkartons eingesammelt und uns neue Kartons gebracht.

Als um 19:30 Uhr die Türen vom Supermarkt geschlossen wurden, herrschte zwar generelle Erschöpfung, aber auch Stolz darauf, dass so viele Lebensmittel zusammengekommen sind.  Obwohl nicht alle ursprünglich geplanten Freiwilligen anwesend waren, wurden 450 kg Essen für den „Banco Alimentare“ eingesammelt und das mit viel Spaß und Enthusiasmus.

 

Lina (rechts) und Mikail (2. von links) mit einigen der Freiwilligen bei der Lebensmittel-Aktion

         

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